Schnellaustausch von Systemen in Windenergieanlagen

Besondere Bedeutung kommt in Windenergieanlagen dem Schnellaustausch der Systeme zu. Hier erfüllt HARTING mit einem umfangreichen Programm an Steckverbindern verschiedenster Art und für unterschiedlichste Anwendungsbereiche einen entscheidenden Beitrag als Zulieferer der Windenergiebranche. Das benötigte Produktspektrum reicht hierbei von den Hochstromkomponenten für Anwendungen bis 650 A bis zu Lösungen für den Daten- bzw. Bustransfer wie dem RJ 45 im industrietauglichen Gehäuse.

Windkraftanlage (ENERCON Electric GmbH, Aurich, Deutschland)

Bei der Funktion der elektrischen Energieerzeugung besteht das Problem, hohe Ströme und Spannungen mehrfach zu verbinden. Im Falle der Steckbarmachung bietet sich in verschiedenen möglichen Konfigurationen eine Hochstromverbindung der Familie HC Modular an. Mit einer Stromtragfähigkeit von bis zu 650 A bei Spannungen bis 4 kV lassen sich solche mehrpoligen Steckverbindungen in Verbindung mit HPR-Gehäusen (HPR: High Pressure Resistant) zu einem äußerst robusten System zusammenstellen.

Basis für die Realisierung einer modernen Anlagensteuerung sind leistungsfähige und zuverlässige Verbindungen für den Datenaustausch und lokale Stromversorgungen. Über die weit verbreitete Schnittstelle RJ 45 erfolgt üblicherweise die Vernetzung von Bedien-, Überwachungs- und Programmiereinheiten. Bei weiterreichenden Anforderungen an die Abschirmung innerhalb der Steckverbindung empfiehlt sich der Han-Quintax®. Diese Steckverbindung ermöglicht den sicheren Datenaustausch empfindlicher Signale z.B. bei Bussystemen (Übertragungsrate: 100 Mbit/s) durch das Prinzip einer koaxialen Steckverbindung.

Die für die Vernetzung weit verbreiteten LWL-Verbindungen gilt es entsprechend der unterschiedlichen Lichtleitertypen auch nach oben bereits beschriebenen Anforderungen steckbar auszuführen. Mit dem SC-Modul lassen sich Standard SC-Verbinder verschiedener Hersteller in ein Modul aus der Reihe Han-Modular® integrieren. Ohne zusätzliche Werkzeuge können durch „Snap-in“ bis zu vier Glasfaser-Verbindungen (50/125 µm; 62,5/125 µm) in das SC-Modul eingesetzt und ebenso leicht demontiert werden. Durch die vielfältigen Einbaumöglichkeiten wie z.B. in ein Han-Compact® Gehäuse erreicht auch diese Steckverbindung eine Schutzart von mindestens IP 65.

Die bereits im DESINA-Standard festgelegte Schnittstelle einer Hybrid-Steckverbindung bietet als aktiver Steckverbinder die Übertragung von Lichtleitersignalen und die galvanische Verbindung mit bis zu fünf 10 A-Kontakten, insbesondere für die Bus-Stromversorgung. Die Lichtleiterverbindung – ausführbar in POF und HCS – ermöglicht mit einem HCS-Leiter eine Übertragungsrate von bis zu 12 Mbit/s bei einer maximalen Länge von 300 m. Die zulässige Leitungslänge bei einem POF-Leiter beträgt maximal 50 m.